Vereinsbrief des Präsidenten

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Liebe Musiker*innen, Funktionäre, Freunde und Gönner,

die Pandemie bestimmt unseren Alltag, unsere Gewohnheiten und unsere Freizeit und es wird sicherlich noch eine geraume Zeit dauern, bis wir zum gewohnten Rhythmus und zur Normalität zurückkehren dürfen. Ein Blick zurück ist zwar gestattet, doch bringt uns die Suche nach dem „Schwarzen Peter“ und mögliche Fehler in der Bewältigung dieser Krise nicht wirklich weiter. Im Nachhinein ist jeder klüger und auch eher bereit, Fehler zu verzeihen.

Wir müssen trotz allem nach vorne schauen und uns den Aufgaben stellen, die uns erwarten und zwar gemeinsam als große Musikerfamilie. Unsere Vereine sind zum Nichtstun verdammt; wir können uns nicht in gewohnter Weise in das öffentliche Leben einbringen und müssen auf vieles verzichten. Wir müssen uns im privaten Bereich zurücknehmen und können der Öffentlichkeit nicht das geben, was bisher liebgewonnener Standard und willkommene Abwechslung im Alltag war.

Die Pflicht des Einzelnen zum aktiven Vereinsleben wurde ausgesetzt. Jeder bekam zwangsweise mehr Raum und Zeit für Privates, für die Familie, für Dinge, für die bisher keine oder wenig Zeit war. Trotz der sinnvollen Nutzung dieser neuen Möglichkeiten wünsche ich mir die Rückkehr zum gewohnten Umgang miteinander. Ich vermisse das Gemeinsame, die Termine und die Erfüllung nach einer gelungenen Probe. Was mir besonders fehlt ist das Zusammensitzen, der Austausch und die Gespräche mit den Musikkameraden*innen.

Ich hoffe sehr, dass es uns allen so geht und bei den ersten Proben nach Corona keine Stühle leer bleiben. Ich hoffe und wünsche, dass jeder Verein seine kulturelle Arbeit aufnehmen und damit seine Verpflichtungen gegenüber der Jugend, seinen Mitgliedern, Freunden und Gönnern wieder erfüllen kann. Wir müssen wieder zusammenfinden und ich hoffe sehr, dass uns dies zu aller Zufriedenheit gelingt.

Wir kennen die Sorgen unserer Vereine und die finanziellen Engpässe, die sich mit dem Fortschreiten der Pandemie am Vereinshorizont abzeichnen. Um diese Ängste etwas zu verringern,  hat sich die Vorstandschaft des Kreisverbandes dazu entschlossen, dieses Jahr auf die Mitgliedsbeiträge für Aktive und Jugendliche zu verzichten.

Wir in der Vorstandschaft haben die inaktive Zeit genutzt und uns auf der Basis des neuen Ehrenzeichens auch ein neues Logo gegeben und unsere Homepage neugestaltet. Gottfried hat hier mit seiner ganzen Erfahrung die Homepage übersichtlich, informativ und besucher-freundlich gestaltet. Aus Gründen der Corporate Identity werden wir auch unsere Briefköpfe, das Verbandsemblem an der MS Grüntal, sowie Banner, Fahnen usw. ändern., um in der Außen- und Innenwirkung ein einheitliches Bild abzugeben. Wir hoffen hierbei auf eurer Verständnis und eure Unterstützung.

Wir gehen davon aus, dass wir die HV Ende Februar nicht wie gewohnt durchführen können. Deshalb planen wir, uns erst in der zweiten Jahreshälfte (Frühsommer)  zu treffen und die Versammlung mit einem gemeinsamen Essen in kameradschaftlicher Runde ausklingen zu lassen. Die Vorständetagung würde dann entfallen. Die turnusmäßigen Wahlen dürften problemlos verlaufen, wünschenswert wäre die Besetzung eines Beisitzers im Finanz-bereich anstelle von Peter Kreidler, der ja bekanntlich als mein Stellvertreter eingesetzt ist. Auch die Ergänzung des FB I mit je einem Vertreter / einer Vertreterin aus dem KVO bzw. dem Polka-Team wäre sinnvoll.

Auch unser KV-Dirigent und Lehrgangsleiter Maik Finkbeiner macht sich Gedanken über die D-Lehrgänge, die unbedingt nach Öffnung wieder stattfinden sollten. Er wird sich zeitnah bei euch melden.

Ob und wann Konzerte und Veranstaltungen möglich sein werden, wird sich zeigen.

Den Medien habe ich entnommen, dass unser geschätzter Herr Bundespräsident in der Zeit nach Ostern einen Gedenktag / eine Gedenkfeier für die Corona-Toten plant. Bitte überlegt euch - wenn gewünscht -, wie wir uns als Musikvereine vor Ort in diese Veranstaltung miteinbringen können und nehmt Verbindung zur zuständigen Verwaltung auf.

 

Mit musikalischen Grüßen

Hans Dreher

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